Virtualisierung
Virtuelle Maschinen (VMs) sind Methoden, die es erlauben, die Ressourcen eines Computers aufzuteilen, um weitere, nur virtuell vorhandene Ressourcen bereitzustellen. Die physisch realen Gegebenheiten der Hardware werden versteckt, die benötigte Hardware wird durch die Software nur simuliert.
Virtuelle Maschinen (VMs) stellen entweder einen virtuellen Server (Gast-System) oder eine virtuelle Laufzeitumgebung für Programme innerhalb eines Host-Systems zur Verfügung. Sie werden eingesetzt, wenn für Anwendungen, die wenig oder nur zeitweise Rechnerleistung benötigen (wie z.B. Gebührenprotokolle von Telefonanlagen), eigene Betriebssystemumgebungen notwendig sind.
VMs eignen sich besonders für veraltete Software, die auf aktuellen Betriebssystemen nicht mehr lauffähig ist, aber weiterhin einsatzfähig bleiben muss (z.B. bewährte Software für Finanzbuchhaltung).
In der Softwareentwicklung können Tests verschiedener Releasestände auf unterschiedlichen Betriebssystemen stattfinden, ohne zusätzliche Hardware zu benötigen. Einfaches Weiterreichen der Dateien durch Kopieren erleichtert den technischen Support.
VMs vereinigen physische Systeme auf Server (Server-Konsolidierung) und bieten dadurch folgende Vorteile:
- Geringere Kosten für Hardwareanschaffung und -unterhalt - Kostengünstige und einheitliche Produktionsumgebungen
- Schnellere und günstigere „Disaster Recovery“
- Zentrale Verwaltung aller virtuellen Maschinen sowie zentrale Überwachung der Server-Systeme.